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  • Sticky Das Leben hat mehr zu bieten.


    Die aktuelle Situation zwischen den USA und Russland ist wegen der Krise in der Ukraine extrem angespannt. Gegenseitige Anschuldigungen und sogar Kriegsdrohungen bestimmen täglich die Meldungen in den Medien. Aber solche Konflikte reichen schon viele Jahrzehnte zurück, damals noch mit der ehemaligen Sowjetunion. Bei einer dieser kritischen Auseinandersetzungen stand die Welt jedoch kurz vor dem Untergang, als ein fürchterlicher Atomkrieg drohte. Es ist die unglaubliche Geschichte eines unbekannten Helden, der die Menschheit vor ihrer schlimmsten Katastrophe und dem 3. Weltkrieg bewahrte ... Der Countdown läuft!

  • Evo Morales – Ein Cocabauer wird zum Präsidenten von Bolivien

    Lesezeit: ca. 6 Minuten

    Evo Morales wurde am 26. Oktober 1959 in einem kleinen Dorf auf der Hochebene Altiplano (Bolivien) geboren. Auf einer Höhe von über 3.500 Metern und abgeschieden von der Zivilisation wuchs er in bitterster Armut auf. Vier seiner Geschwister starben bereits sehr früh, für die restlichen Familienmitglieder war kaum ausreichend Nahrung zur Verfügung. Oftmals gab es nur dreimal täglich eine kleine Schüssel Maissuppe zu essen. In den einfachen Lehmhütten gab es keinen elektrischen Strom und keine sanitären Einrichtungen. Die meisten Menschen lebten hier von der Landwirtschaft, und so musste auch Evo Morales bereits in jungen Jahren als Viehhirte arbeiten, um seine Familie unterstützen zu können. Während der Schulzeit war er zudem Hilfskraft in einer Bäckerei und spielte auf der Straße Trompete, um sich seinen Lebensunterhalt verdienen zu können.

    Da die Lebensbedingungen in dieser trostlosen Gegend jedoch immer schlechter wurden und es ständig zu Ernteausfällen kam, übersiedelte Evo Morales mit seiner Familie in die Provinz Chapare, einem tropischen Tiefland in Bolivien. Hier befand sich das Zentrum des bolivianischen Cocaanbaues, denn Coca war hier für die Bauern die wichtigste Lebensgrundlage. Evo Morales wurde nun zum Cocalero und zum Pflanzer, welche den Cocastrauch wie viele andere Farmer anbauten. Das Kauen von Cocablättern war in Bolivien seit Jahrhunderten fester Bestandteil der Kultur, zudem wurden die Blätter als Genussmittel, als Nahrungsergänzung und für medizinische Zwecke genutzt. Evo Morales engagierte sich außerdem in den Dorfgemeinschaften, er sammelte Geld um Wege zu bauen und Schulen oder Gesundheitsabteilungen zu errichten. Aber bald sollte es zu großen Problemen kommen, denn die Cocapflanze hatte einen entscheidenden Nachteil. Aus den geernteten Cocablättern konnte man auch die Rauschdroge Kokain gewinnen.

    Die USA wollte die Produktion von Kokain mit allen Mitteln verhindern und beschloss, den Drogenhandel direkt an der Ursprungsquelle zu stoppen, und dies waren die Cocabauern. Die bolivianische Regierung hatte dem Druck der USA nichts entgegenzusetzen und ging unterstützt von den Amerikanern gegen die Cocaanpflanzungen vor. Mit brutalem militärischen Eingreifen kam es bald zu wilden Auseinandersetzungen mit den Cocabauern. Denn durch die Vernichtung der Plantagen wurde den Menschen die Lebensgrundlage zerstört und viele arme Bauern standen vor dem Ruin. Ein Mann wollte sich damit aber nicht abfinden und begann sich gegen diese gnadenlose Ausbeutung zu wehren. Evo Morales wurde schnell zum unumstrittenen Anführer aller Protestbewegungen der Cocabauern und begann als Gewerkschaftsführer, den Widerstand der Cocaleros zu leiten.

    Evo Morales: „Für uns geht es ums Überleben“

    Evo Morales wehrte sich mit allen Mitteln, welche ihm zur Verfügung standen. Es wurden Massenaufmärsche und Demonstrationen organisiert, Straßensperren errichtet und Hungerstreiks abgehalten. Mit unermüdlichem Einsatz setzte sich Evo Morales für die Bauern ein, obwohl man gegen das gut ausgerüstete Militär so gut wie keine Chance hatte. Evo Morales wurde nicht nur mehrfach verhaftet, sondern von der Drogenpolizei verprügelt und gefoltert, es gab auch viele tote Bauern zu beklagen. Durch diese gewaltsamen Konflikte kam es zu massiven sozialen Unruhen in Bolivien, denn die Cocabauern fanden meist auch eine breite Unterstützung in der Gesellschaft. Evo Morales versuchte nicht nur als Gewerkschaftsführer, sondern nun auch als Parlamentarier in der Opposition für die Rechte der Cocabauern zu kämpfen und gewann immer mehr Macht und Einfluss. Als der Druck auf die aktuelle Regierung schließlich zu groß wurde, mussten Neuwahlen angesetzt werden. Evo Morales setzte alles auf eine Karte und beschloss, sich trotz der großen Unruhen der Präsidentenwahl zu stellen. Am 22. Januar 2006 sollte er schließlich das Unfassbare schaffen, denn an diesem Tag wurde er mit Hilfe seiner Protestbewegung zum ersten indigenen Präsidenten Boliviens gewählt.

    Evo Morales ordnete sofort umfangreiche Maßnahmen an, denn für ihn standen immer seine Landsleute im Vordergrund. Es kam zu wichtigen Änderungen in der Gesundheits- und Bildungspolitik und auch eine umfassende Agrarreform wurde eingeleitet. Somit rettete er tausenden Cocabauern ihre Existenz und wendete eine große Hungersnot ab. Die Menschen liebten deshalb ihren neuen Präsidenten, weil er sich auch von mächtigen Ländern niemals unterkriegen ließ und mutig für sein Land kämpfte. Da er immer sehr einfach gekleidet war und nie Anzüge oder Krawatten trug, sorgte er auch international für Aufsehen. Aber durch diese selbstbewussten und unbekümmerten Auftritte veränderte Evo Morales das Bild von Bolivien zum Positiven, und dies auf der ganzen Welt.

    Evo Morales: „Ich komme aus dem Volk, ich kleide mich wie das Volk“

    Evo Morales musste sich als Kind durch eine schwere Armut kämpfen und setzte sich später im Alleingang gegen übermächtige Konkurrenten zur Wehr, welche die Lebensgrundlage von armen Bauern bedrohten. Durch diese unglaubliche Zivilcourage schaffte er es aus eigener Kraft, von einem armen Cocabauern zum Präsidenten von Bolivien aufzusteigen. Er zeigte, dass man mit der richtigen Einstellung und einer großen Portion Willenskraft alles im Leben schaffen konnte. Im Jahr 2009 wurde er aus diesem Grund von der Generalversammlung der Vereinten Nationen zum „World Hero of Mother Earth“ ernannt.

  • Chad Varah – Der Selbstmord und die Gründung der Telefonseelsorge

    Lesezeit: ca. 4 Minuten

    Chad Varah wurde am 12. November 1911 in England geboren und schlug wie sein Vater den Weg eines Priesters ein. Nach Beendigung seiner Ausbildung begann er in London Gottesdienste abzuhalten und auch Begräbnisse zu leiten. Bereits als junger Pfarrer musste er einer Bestattung eines vierzehnjährigen Mädchens beiwohnen, welche sich selbst getötet hatte. Dieser Todesfall ging Chad Varah sehr nahe, denn die Umstände waren mehr als tragisch. Das junge Mädchen hatte gerade zu menstruieren begonnen und hatte deshalb befürchtet, dass sie sich eine schwere Geschlechtskrankheit zugezogen hatte. Chad Varah erkannte, dass dieser Selbstmord zu verhindern gewesen wäre, wenn das Mädchen einfach mit jemanden hätte reden können. Durch dieses traurige Ereignis schwor er sich noch vor ihrem Grab, etwas zu unternehmen.

    Chad Varah: „Kleines Mädchen, ich kannte dich nicht, aber du hast mein Leben verändert“

    Chad Varah gründete in seiner Kirche die Telefonseelsorge „Samaritans“ mit der ersten und einzigen 24 Stunden Telefon-Hotline, welche es in Großbritannien gab. Zu dieser Zeit gab es in weiten Teilen des Landes eine steigende Anzahl von Selbstmorden und Suizidversuchen, aber keine wirksamen Mittel dagegen. Chad Varah wollte mit seinem Angebot den verzweifelten Menschen noch ein letztes Gespräch ermöglichen und ein verständnisvolles und geduldiges Ohr leihen. Am 02. November 1953 stellte er eine Anzeige in die Zeitung mit dem Inhalt: „Bevor Sie Selbstmord begehen, rufen Sie mich an“. Dieser Tag wurde zur Geburtsstunde der ersten öffentlichen Telefonseelsorge mit immensen Auswirkungen.

    Schon nach kurzer Zeit konnte er die große Anzahl der eingehenden Anrufe nicht mehr alleine bewältigen und musste auf freiwillige Helfer zurückgreifen. Chad Varah hatte mit seiner neuen Organisation genau den Nerv der Zeit getroffen. Er legte einige für ihn wichtige Grundvoraussetzungen fest, wie der anonyme Beistand arbeiten sollte. Zuhören ohne zu unterbrechen, auf Wünsche des Hilfesuchenden eingehen, die ganze Aufmerksamkeit dem Anrufer schenken und unabhängig von der Religion den Menschen in den Vordergrund stellen. Die Hilfsorganisation breitete sich rasch aus und nach zehn Jahren gab es bereits über 40 Filialen der „Samaritans“ in Großbritannien.

    Angeführt von dem engagierten Chad Varah verbreitete sich diese Telefonseelsorge auf der ganzen Welt. Unabhängig von politischen oder religiösen Hintergründen wurde jedem Menschen geholfen, welcher nach Hilfe suchte. Immer mehr ehrenamtliche Helfer traten seiner Bewegung bei, in speziellen Kursen wurden sie darüber hinaus ausgebildet und auf ihre Aufgaben vorbereitet. Für Chad Varah waren diese Freiwilligen die stillen Helden, welche durch ihren unermüdlichen Einsatz seine Idee immer weiter vorantrieben.

    Chad Varah starb am 08. November 2007 im Alter von 95 Jahren. Die Telefonseelsorge entwickelte sich weltweit zu einem unverzichtbaren Teil in der Gesellschaft mit etlichen Ablegern in den verschiedensten Bereichen. Am Anfang stand aber nur ein Priester, welcher durch den tragischen Selbstmord eines kleinen Mädchens wachgerüttelt wurde und dadurch die nötige Kraft fand, die Telefonseelsorge zu gründen. Er veränderte mit seiner Idee die Gemeinschaft auf der ganzen Welt und trug dazu bei, dass Millionen Menschen neue Hoffnung und Lichtblicke im Leben erhielten.

  • Sean Connery – Vom schottischen Milchjungen zum Superagenten

    Lesezeit: ca. 5 Minuten

    Sean Connery wurde am 25. August 1930 in Edinburgh (Hauptstadt von Schottland) geboren und wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Sein Vater war als Lastwagenfahrer und seine Mutter als Putzfrau tätig. In Zeiten der großen Wirtschaftskrise lebten viele Familien unter der Armutsgrenze, so auch die Familie Connery. Die Arbeitslosigkeit war sehr hoch und die Löhne sehr gering. Bereits als Kind schmiss Sean Connery daher die Schule, um seine Eltern mit kleineren Nebenjobs zu unterstützen. So lieferte er mit einem eigenen Pferdekarren Milch aus, um ein wenig Geld zu verdienen. Seine Familie war auf dieses zusätzliche Einkommen dringend angewiesen.

    Sean Connery: „Es ist schlimm, wenn Menschen arbeiten wollen, aber keine Jobs finden. Die Leute sollten stolz sein auf jede ehrliche Arbeit“

    Im Alter von 16 Jahren ging Sean Connery zur Royal Navy (Kriegsmarine), um sich in schwierigen Zeiten ein neues Leben aufbauen zu können. Doch schon nach kurzer Zeit wurde er aus gesundheitlichen Gründen wieder entlassen, da er an einem Zwölffingerdarmgeschwür litt. Nun musste er wieder Gelegenheitsjobs annehmen, um irgendwie über die Runden zu kommen. Er arbeitete wieder als Milchmann, als Baggerfahrer oder auch als Möbelpolierer. Nebenbei begann er, Bodybuilding zu betreiben und Gewichte zu stemmen. Durch seinen durchtrainierten Körper wurde er bald für einige Werbeaufnahmen engagiert und er begann deshalb, diesen Kraftsport noch stärker zu betreiben. Sean Connery war sehr ehrgeizig, er wurde nicht nur schottischer Meister im Bodybuilding, sondern er schaffte auch beim „Mister Universum“ Wettbewerb sensationell den dritten Platz.

    Durch seine Erfolge als Bodybuilder und seinen höheren Bekanntheitsgrad bekam er Angebote für Musical- und Theaterrollen. Sean Connery entdeckte so seine Liebe für die Schauspielerei und er beschloss, alles dafür zu tun, um irgendwann ein erfolgreicher Schauspieler zu werden. Er begann reihenweise Bücher zu verschlingen, da er der Meinung war, dass man intelligente Menschen nicht spielen konnte, wenn man ungebildet war. Sean Connery wirkte in nächster Zeit in unterschiedlichsten Filmen mit, meist hatte er jedoch nur kleinere Rollen zu spielen. Die profitablen Filmangebote blieben aber aus, bis er eines Tages von einer Filmreihe über einen Geheimagenten hörte, wo ein geeigneter Darsteller gesucht wurde.

    Der Schriftsteller Ian Fleming hatte eine beliebte Romanserie mit dem Helden James Bond erschaffen, welche nun verfilmt werden sollte. Die Filmproduzenten machten sich auf die Suche nach einem qualifizierten Schauspieler, die Favoriten für die Rolle schieden aber aus unterschiedlichen Gründen aus. Plötzlich stießen sie auf den unbekannten Sean Connery, welcher durch seinen trainierten Körper und seine außerordentliche Ausstrahlung punkten konnte. Der Erfinder Ian Fleming war jedoch nicht überzeugt von dieser Auswahl, denn er hatte eine komplett andere Vorstellung von seiner Hauptfigur. Er suchte nach einem noblen und kultivierten Darsteller, nicht nach einem rustikalen Schotten. Aber Sean Connery konnte mit seinem ungeheuren Charme doch noch die Produzenten von sich überzeugen und konnte dieses wichtige Engagement ergattern.

    Sean Connery: „Damals waren viele Leute der Ansicht, Bond sei mit mir schlecht und falsch besetzt“

    Als der Film „James Bond – 007 jagt Dr. No“ am 05. Oktober 1962 zum ersten Mal in die Kinos kam, staunten die Zuschauer über die Darbietung eines weitgehend unbekannten schottischen Schauspielers. Der aus erbärmlichen Verhältnissen stammende Sean Connery spielte den Superagenten James Bond so stilsicher, dass er selbst die schärfsten Kritiker von seinem schauspielerischen Talent überzeugen konnte. Der Film wurde ein echter Kassenschlager und Sean Connery stieg über Nacht zu einem echten Weltstar auf. Durch James Bond schaffte er seinen großen Durchbruch und legte den Grundstein für eine außergewöhnliche Karriere als Filmschauspieler.

    Obwohl er nie Schauspielunterricht hatte, wurde Sean Connery zu einem der bekanntesten Schauspieler auf der Welt. Nicht nur durch seine außergewöhnliche Darstellung von James Bond war er bei den Leuten so beliebt, sondern durch die Tatsache, dass er sich alles selbst hart erarbeitet hatte. Es begann in seiner Kindheit, wo er als armer Milchjunge Milch ausliefern musste bis zu seinem unermüdlichen Kampf, irgendwann ein erfolgreicher Schauspieler zu werden. Er zeigte den Menschen, dass es nicht ausschlaggebend war, aus welchen Verhältnissen man stammte. Wichtig war nur die Tatsache, immer an seine Chancen zu glauben und mit großem Willen daran zu arbeiten.

    Sean Connery: „An Schicksal glaube ich nicht wirklich. Ich glaube an harte Arbeit und die Augen offen zu halten für passende Gelegenheiten“

  • Ines Kiefer – Ein Leben im Rollstuhl als neue Chance

    Lesezeit: ca. 4 Minuten

    Im Alter von 19 Jahren genoss Ines Kiefer das Leben in vollen Zügen. Sie liebte es zu tanzen oder ausgiebige Spaziergänge mit dem Hund zu unternehmen. Sie träumte auch davon, vielleicht eines Tages als Model arbeiten zu können. Eines Tages wurde bei einem Arztbesuch zwischen ihren Rippen zufällig ein Gewächs entdeckt, und man entschloss sich, dieses operativ zu entfernen. Es war eine relativ harmlose Operation, welche die Ärzte bei der jungen Frau durchzuführen hatten. Als die Mediziner Ines Kiefer die Narkose verabreichten, waren sie noch voller Zuversicht.

    Die Operation verlief jedoch nicht nach Plan. Nach einer Kernspintomographie stellten die Ärzte zudem innere Blutungen fest. Es begann nun ein Wettlauf gegen die Zeit, denn man musste diese Blutungen sofort stoppen, oder Ines Kiefer würde sterben. In einer Notoperation schafften es die Mediziner, das Leben der jungen Frau zu retten. Als Ines Kiefer aus der Narkose erwachte, fiel ihr jedoch auf, dass sie ihre Beine nicht mehr spürte. Die Ärzte mussten ihr mitteilen, dass das Blut auf das Rückenmark gedrückt hatte und sie jetzt für immer querschnittsgelähmt bleiben würde. Auf die Frage, wie so etwas passieren konnte, gab es keine aufklärende Antwort vom Krankenhaus. Für Ines Kiefer würde dies auch nichts mehr ändern, denn sie musste nun mit diesem schweren Schicksalsschlag irgendwie fertig werden.


    Foto von Arnold C
    unter CC BY 2.0

    In der Rehaklinik erkannte Ines Kiefer, dass es andere Patienten gab, welche noch viel schlimmer von einer Lähmung betroffen waren als sie. Von nun an beschloss sie zu kämpfen und sich von ihrer Behinderung nicht unterkriegen zu lassen. Sie eignete sich an, mit dem Rollstuhl zu fahren und enge Passagen zu meistern. Ines Kiefer musste auch lernen, mit schwierigen Situationen umzugehen, denn nun war sie oft auf die Hilfe von anderen Menschen angewiesen. Wenn keine Aufzüge oder Rampen vorhanden waren, hatte sie keine Chance, in ein Gebäude zu kommen, da es nicht barrierefrei gebaut wurde. Außerdem waren zugeparkte Behindertenparkplätze Alltag, obwohl sie diese Parkplätze dringend benötigte. Aber Ines Kiefer kämpfte weiter und lernte die Veränderungen in ihrem Leben zu akzeptieren, auch wenn nicht alles leicht umzusetzen war.

    Ines Kiefer: „Mit der richtigen Einstellung machen viele Herausforderungen erst recht große Freude“

    Ines Kiefer eroberte sich mit ihrer positiven Denkweise Stück für Stück von ihrem früheren Leben wieder zurück. Sie gründete eine Familie, bekam zwei Kinder und begann auch in einem Bürojob zu arbeiten. Trotz des Rollstuhles brachte sie als berufstätige Mutter das Familienleben bestens unter Kontrolle und setzte sich immer wieder neue Ziele. Eines Tages entdeckte sie zufällig eine Anzeige im Internet, wo Frauen im Rollstuhl für einen Modelwettbewerb gesucht wurden. Ines Kiefer dachte an ihren früheren Traum zurück, einmal als Model tätig zu sein und bewarb sich spontan für diese Veranstaltung.

    Ines Kiefer: „Ich hatte richtig Lust, mein Selbstbewusstsein wieder aufzubauen“

    Ines Kiefer gewann überraschend unter mehr als 200 Kandidatinnen ein Fotoshooting für ein großes Kosmetikunternehmen. Sie war sehr glücklich über diesen Preis und begann nun, das Modeln als neues Hobby auszuüben. Die Modelaufträge erfüllten Ines Kiefer mit Stolz und sie waren eine perfekte Abwechslung zu ihrem Alltagsleben. Während sie sich vermutlich ohne ihre Behinderung niemals als echtes Model engagiert hätte, gelang ihr nun mit dem Rollstuhl der ganz große Durchbruch.

    Ines Kiefer schaffte es, ihren plötzlichen Schicksalsschlag erfolgreich zu meistern. Sie ließ sich trotz ihrer Behinderung niemals unterkriegen und suchte sich ständig neue Herausforderungen. Durch den Rollstuhl blieben ihr zwar einige Möglichkeiten verwehrt, gleichzeitig öffneten sich ihr aber andere Türen. Mit ihrer bemerkenswerten Lebensfreude verstand sie es, diese neuen Chancen zu ergreifen und ihre Träume und Ziele in die Tat umzusetzen. Ines Kiefer wurde dadurch zum Vorbild für viele behinderte Menschen auf der ganzen Welt.

    Ines Kiefer „Rollstuhlfahrer sind Menschen mit ganz normalen Wünschen und Bedürfnissen. Und so möchten wir auch behandelt werden“

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